Warum ich fotografiere

Klein Stephanies Anfänge

Ich habe lange überlegt, wie ich diesen Blogartikel schreibe, der erste Entwurf war mir allerdings zu langatmig und ich hab förmlich meine Leser vor den Monitoren gähnend ins Koma fallen sehen. Deswegen hab ich mich umentschieden.

Auch wenn es meinen Weg beschreibt, wie ich zu dem Menschen, der Fotografin wurde, die ich heute bin, quäle ich Euch nicht mit Einzelheiten. 

Im Prinzip fotografiere ich schon so lange ich denken kann, meine erste Kamera hab ich im Alter von 4 Jahren zusammen mit meinem ersten Fotoalbum bekommen, und ab da hab ich alles und jeden fotografiert, der nicht schnell genug weg war. Meistens hat es meine Schwester erwischt, die konnte nicht schnell genug weg krabbeln.

 

Und natürlich hat mich das und die Tatsache, dass in meiner Familie immer alle wichtigen Festivitäten fotografisch festgehalten wurden nachhaltig geprägt.

 

Übrigens hab ich das Album immer noch, es gibt Dinge, die kann ich einfach nicht wegwerfen, und das gehört einfach dazu. Natürlich ist es in all den Jahren schon ein wenig verblasst, aber so erzählt auch das Album seine eigene Geschichte.

 

meine ersten Fotos: mein Papa, meine Schwester, mein Kaufladen und meine Oma
meine ersten Fotos: mein Papa, meine Schwester, mein Kaufladen und meine Oma

Was bedeutet die Fotografie für mich?

Das ist im Prinzip die essentielle Frage. In all den Jahren war die Fotografie immer Teil meines Lebens, ich hab mich in sie verliebt, mich kurzzeitig von ihr getrennt und bin doch nie von ihr losgekommen. Und letztes Jahr hab ich sie dann auch geheiratet, um bei der Metapher einer Beziehung zu bleiben. Im Januar 2016 hab ich dann tatsächlich mein Gewerbe als Fotografin angemeldet. 

Wie viele Kameras ich in all den Jahren hatte und habe, kann ich gar nicht mehr zählen, aktuell sind es zwei Spiegelreflexkameras und 3 Objektive, sowie zwei kompakte und die iPhone Kamera ist jeden Tag dabei. Nachwuchs nicht ausgeschlossen und sehr wahrscheinlich - wenn nur der Geldbeutel da auch immer so begeistert mitmachen würde....

 

Aber ich schweife schon wieder ab...

Was liebe ich an der Fotografie? Bilder von Menschen und Situationen zu erstellen, mit denen Geschichten und Emotionen erzählt werden. Fotos zu kreiieren, die man sich auch noch in 30 oder mehr Jahren immer wieder gerne ansieht, und sofort wieder die Geschichten und Situationen vor Augen hat. 

Ich selbst habe ein Lieblingsfoto, es ist mittlerweile schon gut 35 Jahre alt, es ist eine sehr intime Geste

zwischen mir und meinem Papa.

Wir hatten ein Fotoshooting damals im Fotostudio West in Nürnberg (gibt es heute nicht mehr), und ich saß auf einem Schaukelpferd und da ich als Kind sehr schüchtern war, hab ich geweint wie ein Schlosshund, ich hab glaub ich auch mal wieder was ausgebrütet, jedenfalls hat mich mein Papa getröstet und mir die Tränen weg gewischt, und genau diesen Moment, diese liebevolle Geste hat der Fotograf damals festgehalten.

Da mein Papa leider schon früh verstorben ist (ich war gerade mal 21), hat dieses Foto verständlicherweise noch einmal eine ganz besondere Bedeutung.

 

Und genau das ist es, was ich mit Fotos erreichen möchte. Dass die Fotos wertvolle Erinnerungen an schöne, liebevolle, auch mal traurige, lustige, bezaubernde, einmalige Momente werden. 

 

Was ist mir wichtig, wenn ich fotografiere?

Mittlerweile bin ich selbst Mama und mein Handy ist voll mit Bildern von meiner Tochter und meinem Mann und unseren gemeinsamen Erlebnissen. 
Die Zeit vergeht so schnell und jeder Moment mit meiner Familie ist so wertvoll, dass ich diese Fotos mache, um auch einmal die Zeit anzuhalten oder zurückzuspulen. Die Situationen noch einmal erleben, noch einmal die Erinnerungen wachrufen, wie es war als sie das erste Mal gelacht hat, als sie den ersten Brei gegessen hat......die Liste lässt sich ewig fortführen.

Da sich meine Familie mittlerweile immer auf mich verlässt, wenn es ums Fotografieren geht, gibt es gerade mal vier Fotos vom ersten Geburtstag unserer Tochter. Seit dem hab ich immer beide Kompaktkameras geladen, und jeder in der Familie muss mal ran, denn ich will zum einen auch einmal mit auf einem Bild sein, und zum anderen will ich auch mal nur den Moment genießen und mal keine Kamera in der Hand haben.

 

Wenn ich meine Kunden fotografiere, ist es mir umso wichtiger, dass wir auf einer Wellenlänge sind, dass wir ähnlich ticken, und ihnen Fotos genauso viel bedeuten wie mir, dass ihnen die Erinnerungen, die diese Fotos repräsentieren genauso wertvoll sind.

Es ist für mich immer ein tolles Gefühl, wenn Kunden mir vertrauen und ich einen Teil ihrer Geschichte, eine Zeitspanne in Ihrem Leben als Fotografin begleiten darf.

 

Dann bin ich auch mit Herz und Seele, mit voller Leidenschaft dabei, und schaffe gerne Erinnerungen, die sich die Familien auch noch in 30, 40, 50 oder 60 Jahren gerne anschauen, mit diesem 'Mensch, Weißt Du noch?' Blick in den Augen. 

 

Ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine.

Vielleicht ist es für den ein oder anderen auch zu emotional geschrieben, aber das ist es, was ich am Fotografieren so liebe. Und das zieht sich bei mir durch alle Bereiche, sei es nun die Lieblingsmensch Fotoshootings, Babybauch & Newborn Fotografie oder aber auch, wenn ich Hochzeiten begleiten darf.

 

So und jetzt wünsch ich Euch eine gute Zeit

Bis Bald,

 

Eure Stephanie

 

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